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Jede Insolvenz ist anders

Fallstudien und Beispiele aus unserer Insolvenzberater-Praxis

Fallstudie 1: Verbraucherinsolvenz und Insolvenzplan

Der geschiedene Metallbauer zahlte für zwei Kinder Unterhalt und hatte bei drei Banken und einer Handvoll sonstiger Gläubiger Schulden in Höhe von rund 100.000 €. Er war sehr belastet durch das Restdarlehen, das nach dem Verkauf des Einfamilienhauses bei ihm verblieben war. Das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren war gescheitert, weil nicht alle Gläubiger der von ihm vorgeschlagenen Lösung zustimmten.

Damit war der Weg frei in das Verbraucherinsolvenzverfahren. Die Gläubiger stimmten nunmehr mit Kopf- und Summenmehrheit im Rahmen eines Insolvenzplanes der Ablösung durch Zahlung von 10.000 € zu. Das Geld hatte sich der Schuldner von seinem besten Freund geliehen. Die Gläubiger erhielten eine Quote von 10 %, der Schuldner war schuldenfrei.


Fallstudie 2: Ehemals selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit und Insolvenzplan

Die 40-jährige Krankenschwester, geschieden, ein Kind, hatte in ihrem frühen Leben einen Kfz-Handel auf ihren Namen genommen und wie so häufig dem damaligen Ehemann voll vertraut. Als die Ehe in die Brüche ging, war auch der Kfz-Handel pleite. Es verblieben Schulden in sechsstelliger Größenordnung, darunter auch Forderungen aus Arbeitsverhältnissen.

Für die Krankenschwester war das Regelinsolvenzverfahren die richtige Verfahrensart. Sie braucht also kein außergerichtliches Verfahren zu durchlaufen, stellte Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten und Restschuldbefreiung.

Es war absehbar, dass wegen der Berufsausbildung der Tochter während der Dauer der Wohlverhaltensphase nur geringe pfändbare Bezüge die Masse mehren würden. Von dritter Seite wurde ein Betrag von 10.000 € zur Verfügung gestellt, mehr als die Gläubiger jemals hätten erhalten können. Die Gläubiger stimmten einem Insolvenzplan zu mit der Folge, dass die Krankenschwester nach nur 6 Monaten schuldenfrei ist.


Fallstudie 3: Übertragende Sanierung unter Einschaltung einer Transfergesellschaft

Das Familientraditionsunternehmen aus der Druckbranche war nach 175 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen. 50 Mitarbeiter, hoher Altersdurchschnitt und langjährige Betriebszugehörigkeit, Betriebsrat. Pensionszusagen für ehemalige Mitarbeiter und Geschäftsführer strapazierten die Liquidität. Seit Jahren war nicht mehr investiert worden. Mehrfarbendrucke mussten durch zwei oder drei Produktionsdurchläufe hergestellt werden. Das Unternehmen war nicht mehr zu retten.

Mit Betriebsschließung wechselten die Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft und wurden dort qualifiziert. Das alte Unternehmen wurde aufgespalten und zwei selbstständige Betriebsteile veräußert. Diese übernahmen die produktiven Teile der Belegschaft aus der Transfergesellschaft. Die restlichen Mitarbeiter fanden nach entsprechender Qualifizierung neue Jobs oder wechselten in den Ruhestand.

Ergebnis: Kein einziger Mitarbeiter wurde arbeitslos. Es konnte entgegen ursprünglicher Befürchtungen (wegen aus der Masse zu zahlender Löhne und Gehälter) die Masseunzulänglichkeit vermieden und eine beachtliche Quote an die Tabellengläubiger ausgekehrt werden.


Fallstudie 4: Erhalt der Arbeitsplätze durch übertragende Sanierung, Entschuldung des Inhabers durch Restschuldbefreiung

Der Buchladen mit langer Tradition war erst vor Kurzem in die 1A-Citylage gewechselt, nachdem die Umsätze in den früheren angemieteten Geschäftsräumen am Rande der City seit Jahren rückläufig waren. Umzug, Neueinrichtung des Ladens und vorübergehend doppelte Mieten für die Geschäftsräume hatten die Liquidität derart strapaziert, dass kein ausreichendes Sortiment mehr vorgehalten werden konnte. Die durch den Umzug erhofften Umsatzsteigerungen blieben folglich aus.

Der Vermieter stimmte einer Übernahme des Mietverhältnisses auf einen befreundeten Buchhändler zu, der vom Insolvenzverwalter die Betriebs- und Geschäftsausstattung und Warenvorräte gekauft hatte. Alle Arbeitsplätze gingen auf den neuen Rechtsträger über. Dieser gestaltete das Sortiment um und ergänzte es. Die Umsätze und Angebot sind sprunghaft angestiegen, den Kunden freut’s.

Der ehemalige Inhaber konnte sein Einfamilienhaus retten. Die durch den Geschäftsbetrieb veranlassten Belastungen wurden in einem Darlehensvertrag neu gefasst. Die Raten sind verträglich.

Der Buchhändler ist jetzt im Außendienst tätig und verdient mehr als je zuvor. Nach Ablauf der Wohlverhaltensperiode ist er schuldenfrei.


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Mit ca. 79 % die häufigste Insolvenzursache:
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